Solingen – Besondere Lösungen für besondere Situationen: Das Corona-Virus beschäftigt auch das Evangelische Altenzentrum Ohligs (EAZ). Zum Schutz aller Bewohner und Mitarbeiter werden in der Einrichtung umfangreiche Maßnahmen getroffen. Neben besonders hohen Hygienestandards und der Versorgung mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen, werden die Angestellten auch selbst aktiv. So nähten sie innerhalb von nur 4 Stunden 150 Atemmasken. 

„Die Bewohnerinnen und Bewohner unseres Altenzentrum gehören natürlich zur Risikogruppe des neuartigen Corona-Virus. Daher treffen wir alle erdenklichen Maßnahmen um sie und unsere Mitarbeiter zu schützen“, betont Houda Plümer, Geschäftsführerin des EAZ Ohligs. Zusammen mit ihren Angestellten nähte Plümer mehrere Atemmasken für den Einsatz im Alltag.

Doch dies ist bei weitem nicht die einzige Maßnahme. So werden stündlich Türklinken, Handläufe, Arbeitsflächen sowie Telefonate und Tastaturen desinfiziert. Darüber hinaus achtet das EAZ neben einer gesunden Ernährung, z.B. mit frischem Ingwer, Zitronen oder Orangen auch auf die Versorgung der Bewohner mit wichtigen Spurenelementen, wie Selen oder Zink zur Stärkung des Immunsystems. Auch eine Fiebermessung findet regelmäßig statt und nach Krankenhausaufenthalten begeben sich die Bewohner in eine 14-tägige freiwillige Quarantäne, um ein mögliches Ansteckungsrisiko zu minimieren.

Seitdem durch die Landesregierung in NRW verhängten Besuchsverbot fallen zwar potenzielle Ansteckungsmöglichkeiten durch Angehörige weg, für die Bewohnerinnen und Bewohner von Altenheimen ist dies jedoch keine leichte Situation. Der Kontakt zu wichtigen Bezugspersonen fehlt. Aus diesem Grund ermöglicht das EAZ Videotelefonate per Tablet mit den Angehörigen. „In einer schwierigen Zeit ist dies für unsere Bewohnerinnen und Bewohner ein kleiner Lichtblick“, betont Houda Plümer.

Doch auch für seine Angestellten hat das EAZ Ohligs Vorkehrungen getroffen. Regelmäßige Gesprächsangebote mit einer externen Expertin bieten die Möglichkeit Sorgen, Ängste und Erfahrungen zu teilen. „Die Situation ist für alle Beteiligten absolutes Neuland und eine große mentale Belastung. Ich bin wirklich begeistert über den Einsatz unserer Mitarbeiter, die tagtäglich am absoluten Limit arbeiten. Daher ist es wichtig, dass sie bei Bedarf auch Gesprächsangebote wahrnehmen“, betont Plümer.